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SEKTION
I

Präsidium

Damit die Fachbereiche des Ressorts ihren Aufgaben für die Menschen in Österreich nachkommen können, braucht es eine Struktur zur Gewährleistung der Ressourcen und Rahmenbedingungen für die Erbringung der inhaltlichen Arbeit – dies ist die Aufgabe des Präsidiums.

Mit 22,4 Mrd. € verantwortet das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) im Jahr 2018 in den Bereichen Soziales, Pflege, Arbeitsmarkt, Pensionen und Gesundheit das nach dem Bundesministerium für Finanzen zweitgrößte Budget aller Ressorts. Personell liegt das BMASGK mit insgesamt 1.897 Planstellen an achter Stelle im Ranking der bestehenden 12 Bundesministerien – in Relation zur Budgetgröße und zu der Vielzahl an erbrachten Leistungen eine durchaus schlanke Personalausstattung.

Im Alltag ergeben sich für das Präsidium unterschiedliche Schwerpunkte:

Effizienz und Effektivität durch ein hohes Ausmaß an digitalisierten Prozessen und Arbeitsmethoden: Zeitgemäße digitale Geschäftsprozesse, Kommunikationstechnologien und Dokumentenmanagementsysteme sind fester Bestandteil der Verwaltung in den Ministerien; hier nimmt Österreich europaweit einen Spitzenplatz ein. Das Sozialministerium ist das erste Ressort, in dem die Abwicklung von Projekt- und Individualfördervorhaben (z. B. 24-Stunden-Betreuung) zur Gänze in digitalisierten Prozessen erfolgt. Dieses sogenannte Fördermittelmanagement wird in den nächsten Jahren als Standard auch in den anderen Ministerien etabliert werden.

Aufgrund der Nähe des Präsidiums zu unmittelbaren Daten der Menschen kommt der Datensicherheit eine zentrale Bedeutung zu. Bei der großen Herausforderung, den Ausbau der digitalen Serviceangebote unter Wahrung von Datenschutzinteressen voranzubringen, liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Zugang zur Verwaltung mittels mobiler Geräte. Elektronische Formulare finden bereits jetzt in Einzelfällen Anwendung; das soll in Zukunft zu durchgehenden elektronischen Prozessen ausgebaut werden und die bestehenden Kommunikationsmöglichkeiten ergänzen.

Im Jahr 2004 wurde mit dem elektronischen Akt (ELAK) ein Instrument geschaffen, das eine vollständig digitalisierte Aktenverwaltung- und -bearbeitung ermöglicht und durch dessen Weiterentwicklung gemeinsam mit neuen digitalen Tools inzwischen alle relevanten Geschäftsprozesse von der Personalverwaltung über den Zahlungsverkehr bis hin zu Vergabeverfahren digitalisiert abgewickelt werden können?

Dieser Innovationsgeist spiegelt sich auch in der Ausgestaltung der Arbeitsplätze wider. Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auch außerhalb ihrer Büros die IT-Services benötigen und nutzen können, liegt derzeit bei 35 % – Tendenz steigend. Aufgrund der hohen Serviceorientierung können über 80 % aller IT-Supportanfragen innerhalb einer Stunde erfolgreich erledigt werden. Bereits annähernd 10 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BMASGK verrichten Telearbeit.

Personelle Ressourcen: Infolge zurückhaltender Nachbesetzungsstrategien unterliegt das BMASGK einem demografischen Wandel. Gegenwärtig beträgt das Durchschnittsalter der Bediensteten 48,1 Jahre; ein Ausblick auf die nächsten 15 Jahre verrät, dass von den derzeit aktiven Bediensteten ressortweit ca. 60 % bis zum Jahr 2033 in den Ruhestand gehen werden.

… von den derzeit ca. 2000 Bediensteten des Ressorts im Laufe der nächsten 15 Jahre ca. 320 Führungskräfte und insgesamt 1184 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Ruhestand treten werden?
… mit dem Fördermittelmanagement derzeit eines der modernsten digitalen Werkzeuge angewendet wird und beispielhaft für andere Ressorts ist?

Bemerkenswert sind der mit 55 % sehr hohe Anteil von Frauen in Leitungspositionen sowie der mit etwa 16 % ebenfalls sehr hohe Beschäftigungsanteil von begünstigten Behinderten im Sozialressort. Um den Anforderungen der wachsenden und sich rasch verändernden Aufgaben entsprechen zu können, werden intensive Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gesetzt. Besonderer Wert wird hierbei – neben der spezifischen Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften beigemessen.

Betriebliche Gesundheitsförderung, Bedienstetenschutz inklusive Prävention psychischer Belastungen: Das BMASGK bekennt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten zu einer aktiven und ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsförderung. Um physischen und psychischen Belastungen sowie Krankheiten vorzubeugen, Gesundheitspotenziale zu stärken und das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, gab es in den letzten Jahren diverse Schwerpunktthemen, wie z. B. Evaluierung und Prävention arbeitsbedingter psychischer Belastungen, Ergonomie am Arbeitsplatz, Suchtprävention, gesunde Ernährung, Bewegung und körperliche Fitness, ergänzt durch Gesundheitstage oder Gratis-Impfungen.

Bauliche Barrierefreiheit: Gerade dem BMASGK ist die größtmögliche Barrierefreiheit sowohl für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für Besucherinnen und Besucher ein großes Anliegen. Durch Maßnahmen wie den Einbau eines taktilen Leitsystems und behindertengerechter Lifte mit Sprachmodulen oder die Installation von barrierefreien, multifunktionalen Sprechstellen im sicheren Verweilbereich der Fluchtwege mehrerer Stiegen ist das Gebäude am Hauptstandort Stubenring 1, wie aus einer Stellungnahme des Österreichischen Behindertenrates hervorgeht, mittlerweile für Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und voll nutzbar.

… seit dem Neuaufbau des Regierungsgebäudes im Sommer 1952 alle Sozialministerinnen und Sozialminister der 2. Republik ihr Amt vom Stubenring 1 ausübten?

Beschaffung und Vergaben von Gütern und Dienstleistungen: Obwohl ein nicht unbeträchtlicher Teil der für das Ressort notwendigen Güter und Dienstleistungen durch Abrufe aus Verträgen der Bundes-Beschaffungsgesellschaft gedeckt wird, bleibt die wesentliche Aufgabe bestehen, bspw. Vergaben von Studien, Beratungs- und IT-Dienstleistungen sowie anderen geistigen Dienstleistungen unter strikter Einhaltung komplexer vergaberechtlicher Bestimmungen eigenständig durchzuführen. Durchschnittlich werden pro Jahr rund 120 solcher Vergabeverfahren abgewickelt. Eines der größten Beschaffungs- und Infrastrukturvorhaben der letzten Zeit war die Ausstattung von etwa 400 Büros am Standort Stubenring mit energiesparenden, lichtstarken LED-Leuchten (Gesamtbudget ca. 1,1 Mio. €).

Fördermittelmanagement in Zusammenspiel mit ELAK und TDB

Budgetäre Steuerung und Förderkontrolle: Die Komplexität und Heterogenität des durch gesetzliche Bestimmungen geregelten Budgetvollzuges in den unterschiedlichen Bereichen Soziales, Pflege, Arbeitsmarkt, Pensionen und Gesundheit bedingt bei der Planung wie auch beim Vollzug selbst klare Kommunikationsstrukturen. Unter dem strategischen Ansatz der seit dem Jahr 2013 implementierten wirkungsorientierten Haushaltsführung wird ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen eingesetzten Mitteln, Ressortleistungen und erreichten Ergebnissen hergestellt und regelmäßig an den Nationalrat berichtet. Neben dem Einsatz des Fördermittelmanagements erfolgt verpflichtend eine Kontrolle sowohl der eingesetzten nationalen Fördermittel des BMASGK als auch der Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Hilfsfonds für bedürftige Menschen.

Ressortspezifischer Compliance-Leitfaden: Die budgetären und formalen Kompetenzen des BMASGK erfordern die Gewährleistung höchster ethisch-moralischer Ansprüche durch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weshalb entsprechende Maßnahmen in Compliance-Angelegenheiten gesetzt und allen Bediensteten diesbezügliche Schulungen angeboten werden. Das Thema „Compliance“ ist auch Bestandteil der intern organisierten Führungskräfteausbildung, deren Vorbildwirkung einen wesentlichen positiven Einflussfaktor darstellt. Zur Gewährleistung und Weiterentwicklung des hohen Standards des Sozialministeriums wurde ein ressortspezifischer Verhaltenskodex entwickelt und veröffentlicht.

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