Home2018-11-07T12:27:25+00:00

Heuer feiert das Sozialministerium sein hundertjähriges Bestehen. In einem Festakt werden am 5. November 2018 die zahlreichen Errungenschaften gewürdigt und Bilanz gezogen.

Einhundert Jahre, das ist eine Zeitspanne, die sich von den amtlichen Anfängen des Ministeriums über eine wechselvolle und schwierige Geschichte bis herauf in die Gegenwart des modernen Österreichischen Sozialstaates erstreckt. Erste umfassendere sozialpolitische Konzepte und Maßnahmen reichen in Österreich bis ins 19. Jahrhundert zurück. In der Zweiten Republik gelang es, auf Grundlage eines großen Wirtschaftswachstums, den österreichischen Sozialstaat bis zu jenem Niveau auszubauen, das wir heute kennen und in so vielen Bereichen schätzen. Der „österreichische Weg“ wurde zu einer Erfolgsgeschichte für die Menschen in Österreich und für unser Sozialministerium.

Sozialpolitik unterliegt einem permanenten Wandel, um die soziale Sicherheit der Menschen den aktuellen Herausforderungen anzupassen muss sie daher beständig weiterentwickelt werden. Meilensteine der sozialen Entwicklung in der Zweiten Republik stellen unter anderem das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Arbeitsmarktförderungsgesetz, das Arbeitszeitgesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz, das Gleichbehandlungsgesetz, das Pflegegeldgesetz, das Mutterschutzgesetz sowie das Allgemeine Pensionsgesetz dar.

Heute stehen wir vor den Herausforderungen der Digitalisierung, die sich vor 15 oder 20 Jahren noch keiner vorstellen konnte. Welche Auswirkungen die Digitalisierung auf Wirtschaft, Gesellschaft und den sozialen Umgang miteinander hat, wird sich zeigen? Zukünftig geht es vor allem darum, die Möglichkeiten von Technologien wie Robotics und Künstlicher-Intelligenz so einzusetzen, dass sie Arbeit und Arbeitsprozesse erleichtert und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft fördert.

In der Zweiten Republik haben bis heute insgesamt 19 Sozialministerinnen und Sozialminister das Ressort geleitet.

 

Liebe Leserinnen und Leser!

1918 – 2018: hundert Jahre Sozialministerium! Das ist ein Zeitraum, der Anlass zu einigen grundsätzlichen Gedanken gibt.

Wir stehen historischen Ereignissen gegenüber, die sowohl auf nationaler wie globaler Ebene massive Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur hatten und immer noch haben. Nach beiden Weltkriegen mussten Notsituationen bewältigt werden: Hunger, Krankheiten und die Versorgung mit notwendigen Gütern erforderten einen hohen Einsatz. Trotz all dieser Mangelsituationen, gesellschaftlichen Destabilisierungen, Zerstörungen und Umbrüche ist es Österreich gelungen, einen modernen Sozialstaat aufzubauen.

Das Sozialministerium hatte und hat daran auf gestaltender und administrativer Ebene der Sozialpolitik einen maßgeblichen Anteil.

Der Blick in die Geschichte bringt uns wieder in die Gegenwart und richtet das Augenmerk auf künftige Herausforderungen. Dabei geht es um den Erhalt bewährter sozialpolitischer Errungenschaften, gleichzeitig aber auch um Reformbedarf von Inhalten und Strukturen, um zielgenaue Antworten auf neue sozialpolitisch relevante Problemkonstellationen zu geben. Beispielhaft kann hier die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft angeführt werden. Es geht darum, auf neu entstehende sozialpolitisch relevante Problemkonstellationen, zielgenaue Antworten zu finden und Potentiale und Chancen zu nutzen, welche sich durch den Einsatz digitaler Technologien für die Neugestaltung vieler Lebensbereiche ergeben.

Mein Ziel ist es, den Menschen in Österreich Stabilität und Sicherheit zu ermöglichen, und ihnen gleichzeitig die Gewissheit zu geben, dass Erneuerung dort passiert, wo sie erforderlich ist. Beides schafft Vertrauen in eine gerechte Sozialpolitik.

Ihre Bundesministerin für Arbeit, Soziales,
Gesundheit und Konsumentenschutz
Mag.a Beate Hartinger-Klein

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